Initiative Region Mittelrhein schreibt Wettbewerb aus


„Zukunftsfähige Arbeit – jetzt handeln!“

Veranstaltungsreihe des Kompetenzzentrums Zukunftsfähige Arbeit in Rheinland-Pfalz geht in Pirmasens zu Ende

Das Kompetenzzentrum „Zukunftsfähige Arbeit in Rheinland-Pfalz“ hat vom 24. Oktober bis zum 15. November 2011 mit der Veranstaltungsreihe „Zukunftsfähige Arbeit – jetzt handeln!“ die Herausforderungen des demografischen Wandels für die Unternehmen in die Regionen getragen. Das bei der HWK  in Rheinhessen angesiedelte und aus Mitteln des Ministeriums für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie  geförderte Kompetenzzentrum hat zusammen mit regionalen Kooperationspartnern vier Abendveranstaltungen zu unterschiedlichen Themen zukunftsfähiger Arbeit durchgeführt.

Die Veranstaltungen, die von dem SWR-Wirtschaftsredakteur Herrn Hohmann moderiert wurden, richteten sich an Unternehmerinnen und Unternehmer, an Beschäftigte sowie an regionale Akteure. Insgesamt nahmen an den Veranstaltungen rund 200 Personen von 134 verschiedenen Unternehmen und Institutionen teil. Allein in Pirmasens diskutierten rund 100 Interessierte vor Ort gemeinsame Strategien zur Sicherung des Fachkräftebedarfs.

Der Auftakt in Trier am 24.10.2011 widmete sich unter dem Titel „Fit im Beruf“ der Gesundheits-  und Sozialwirtschaft. Eröffnet wurde die Veranstaltung von Malu Dreyer, der Ministerin für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie des Landes Rheinland-Pfalz, die die Wichtigkeit eines adäquaten Umgangs mit dem demografischen Wandel, insbesondere in der Gesundheits- und Sozialbranche betonte. Der Referent Herr Lempert-Horstkotte zeigte anhand von Daten auf, wie die Belastungen und Erkrankungen in den Gesundheits- und Sozialberufen sich in der durchschnittlichen Anzahl der AU-Tage widerspiegeln; so lag diese während der letzten Jahre im Gesundheitsbereich bei 12,3 Tagen. Besonders betroffen sind hier die Pflegehelferinnen und -helfer mit 20 Tagen pro Jahr.

Fortgeführt wurde die Reihe in Mainz am 27.10.2011 unter dem Titel „Alternsgerecht arbeiten - zukunftsfähig bleiben“. Im Fokus standen dabei die Handwerksunternehmen. Alternsgerechtes Arbeiten ist vor allem hier ein Erfordernis der Stunde, um Kompetenzen und Leistungsfähigkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter möglichst lange zu erhalten. In vielen Handwerksunternehmen ist die Arbeit immer noch durch hohe körperliche Belastungen geprägt. Hinzu kommen steigende Anforderungen hinsichtlich Materialkenntnissen, Verfahren, neuer Technologien und Kundenorientierung. Die Veranstaltung bot durch das Referat von Herrn Gereon Stock einen praxisnahen Einblick in die Umsetzung alternsgerechten Arbeitens sowie Tipps, Informationen und Erfahrungsaustausch.    

Bei der Veranstaltung in Koblenz am 03.11.2011 ging es um den Themenschwerpunkt „Unternehmen erfolgreich in die Zukunft führen – Schlüsselfaktor Personal“. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind die wichtigsten Ressourcen eines Unternehmens. Der Auf-, Ausbau und Erhalt von Kompetenzen ist deshalb entscheidend für den Unternehmenserfolg. Ein besonderer Aspekt wurde in dem Fachvortrag von Herrn Prof. Dr. Stefan Sell provokant beleuchtet: „Mit wem denn sonst, außer allen Mitarbeitern, auch den Älteren, soll denn der Kompetenzerhalt in den Unternehmen gewährleistet werden?“

Den Abschluss bildete die Veranstaltung in Pirmasens am 15.11.2011 unter dem Titel „Strategien gegen Fachkräftemangel – die Region stärken“, die in der Firmenzentrale der WASGAU AG stattfand. Um dem Fachkräftemangel adäquat zu begegnen, gibt es kein Patentrezept. In seinem Fachvortrag wies Herr Bernhard Rettler vom Demografienetzwerk Metropolregion Rhein-Neckar darauf hin, dass regionale Unternehmensnetzwerke einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung leisten können, da durch die Zusammenarbeit sowie die Durchführung von gemeinsamen Aktionen das Image einer Branche oder Region positiv aufgewertet und die Attraktivität des einzelnen Betriebes für Fachkräfte gesteigert werden kann.

Das Kompetenzzentrum Zukunftsfähige Arbeit in Mainz wird die Veranstaltungsreihe dokumentieren und steht den kleinen und mittleren Untenehmen in Rheinland-Pfalz weiter mit ihren Informations- und Beratungsangeboten zur Verfügung. Nähere Infos unter www.za-rlp.de.

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