Fachkräftesicherung ist ein immer wieder kehrendes politisches Thema im Auf und Ab konjunktureller Zyklen, zugleich aber auch ein strukturelles Phänomen. Den Hintergrund dafür bilden die demografische Entwicklung und der Trend zur Höherqualifizierung. Das Arbeitskräfteangebot wird weiterhin zurückgehen und gleichzeitig steigt der Bedarf an sehr gut qualifizierten Fachkräften. Schon jetzt gibt es in einzelnen Segmenten z.B. bestimmten Ingenieursberufen, in qualifizierten Handwerkstätigkeiten oder bei den Pflegefachkräften einen Fachkräftemangel, der sich in der Zukunft ausweiten und ausdifferenzieren wird. Damit wird Fachkräftesicherung zu einem zentralen Handlungsfeld der politischen und betrieblichen Akteure. Während die politischen Strategien auf die Ausschöpfung des Erwerbspersonenpotentials, auf die Zuwanderung von Fachkräften und auf die Verbesserung der Bildung zielen, stehen im Fokus der Betriebe Strategien frühzeitiger Personalrekrutierung und der Bindung der Beschäftigten an das Unternehmen.
Das Kompetenzzentrum Zukunftsfähige Arbeit in Rheinland-Pfalz bietet kleinen und mittleren Unternehmen Strategieberatung an hinsichtlich der Themen:
- Personalplanung
- Personalbeschaffung
- Personalbetreuung
- und Personalmarketing
Die Strategieberatung umfasst einen Check der einzelnen Bereiche und Handlungsempfehlungen zur gezielten Verbesserung des Personalmanagements.
Darüber hinaus initiiert das Kompetenzzentrum branchen- bzw. regional bezogene Aktivitäten in Kooperation mit anderen Akteuren, um das Thema der Fachkräftesicherung voranzubringen.
Im Bereich der Fachkräftesicherung stehen beispielsweise folgende unserer Kooperationspartner mit ihrem jeweiligen Leistungsangebot zur Verfügung:
- Die Arbeitsagenturen unterstützen bspw. bei der passgenauen Besetzung von Ausbildungs- und Arbeitsplätzen in Unternehmen. Ferner kann speziell mit dem Programm „WeGebAU“ unterstützt werden. Hierbei fördert die Arbeitsagentur besonders ältere und gering qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Unternehmen dabei, durch Weiterbildung ein höheres Qualifizierungsniveau zu erreichen und somit den Fachkräftebedarf von morgen zu decken.
Nähere Informationen unter www.arbeitsagentur.de - Der Berufsförderungsdienst der Bundeswehr begleitet ausscheidende Soldatinnen und Soldaten bei dem Übergang in einen zivilen Beruf. Diese bilden ein großes Fachkräftepotential. Um den Übergang möglichst gut zu gewährleisten, stehen dem Berufsförderungsdienst verschiedene Förderinstrumente zur Verfügung, wie bspw. eine punktgenaue Qualifizierung nach den Anforderungen eines Unternehmens. Ferner bietet eine Ausbildung nach dem „Schaumburger-Modell“ interessante Möglichkeiten für Auszubildende und Unternehmen gleichermaßen.
Nähere Informationen unter www.bfd.bundeswehr.de - Bei Frauen sieht die Bundesregierung das größte und am schnellsten zu aktivierende Fachkräftepotenzial. Daher widmet sich das Projekt „Best Interest“ aus Speyer den weiblichen Beschäftigten in Kleinunternehmen. Ziel ist der Verbleib der Mitarbeiterin im Unternehmen oder die reibungslose Rückkehr in den Beruf. Kleinunternehmen und Angestellte werden bis Oktober 2013 in den Phasen Mutterschutz/Elternzeit und Pflege von Angehörigen kostenlos informiert und begleitet.
Nähere Informationen unter: www.diag-speyer.de/best-interest


